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Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Angebotsvielfalt und den Rahmenbedingungen der Diversifizierungsstrategie soziale Landwirtschaft in Südtirol sowie den Rahmenbedingungen sozialer Landwirtschaft in fünf europäischen Ländern, um die Situation in Südtirol in einem größeren Kontext zu betrachten. Im Zuge der Studie wurde mithilfe von ExpertInneninterviews die Situation in Südtirol erfasst. Der Vergleich der Rahmenbedingungen wurde durch die Internetrecherche von insgesamt 49 Fallbeispielen in Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden und deren anschließende Analyse nach festgelegten Kriterien vollzogen. Die Südtiroler LandwirtInnen bieten vorwiegend Kinderbetreuung, Schule und Seniorenbetreuung am Bauernhof an. Angebote in den Bereichen Rehabilitation, Therapie, soziale und Arbeitsintegration werden hauptsächlich durch Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitssektor in landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt. Insgesamt ist die Bedeutung der Sozialgenossenschaften als vorwiegende Organisationsform innerhalb der sozialen Landwirtschaft in Südtirol – wie auch im restlichen Italien – hervorzuheben. Die Kriterien Ausbildung, Finanzierung, Kooperationspartner, gesetzlicher Rahmen und Zertifizierung sind einige der wichtigsten Einflussfaktoren für die Entwicklung sozialer Landwirtschaft in Europa. Deren Adaptierung im Kontext Südtirols könnte neue Entwicklungschancen für die soziale Landwirtschaft in der Provinz eröffnen.
Verena Gramm; Clare Giuliani; Christian Hoffmann. Soziale Landwirtschaft in Südtirol und ihre Rahmenbedingungen im europäischen Vergleich. Österreichische Zeitschrift für Soziologie 2020, 45, 29 -48.
AMA StyleVerena Gramm, Clare Giuliani, Christian Hoffmann. Soziale Landwirtschaft in Südtirol und ihre Rahmenbedingungen im europäischen Vergleich. Österreichische Zeitschrift für Soziologie. 2020; 45 (1):29-48.
Chicago/Turabian StyleVerena Gramm; Clare Giuliani; Christian Hoffmann. 2020. "Soziale Landwirtschaft in Südtirol und ihre Rahmenbedingungen im europäischen Vergleich." Österreichische Zeitschrift für Soziologie 45, no. 1: 29-48.