Ziele: Stellenwert von FDG-PET-gestützten Volumenalgorithmen zur Vorhersage des Ansprechens auf die Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit Hodgkin Lymphom (HL). Methode: Retrospektive Analyse von 41 Kinder mit HL (15,4±2,4 Jahre, 20 Jungen, 21Mädchen; noduläre Sklerose, n=30; gemischtzellig, n=9; lymphozytenreich, n=2; Follow up, Ø46 Monate). PET Untersuchungen wurden zum Staging (PET-1, n=41,) und nach 2 Zyklen Chemotherapie (PET-2, n=36,) durchgeführt. Als Zielläsion wurde die jeweils höchste pathologische Anreicherung (maximal standardized uptalke value [SUVmax]) in jedem Patienten gewertet. Zusätzlich wurde das Lymphomvolumen (PET_vol) und der SUVmax/mean der Zielläsion ermittelt. Die PET-Volumina und SUVmean sind mittels 40% Schwellenwertanalyse (PET_vol_th_40, SUVmean40) und tumor-to-background Algorithmus (PET_vol_th_auto, SUVmean_auto)(ROVER®, ABX, Radeberg) errechnet worden. Die prozentuale Volumenänderung im Verlauf (dPET_vol) sowie das Produkt aus Volumen und SUV (dPET_vol_SUV) und die Volumina aus CT/MRT (CIM) sind hinsichtlich des Progression-Free-Survival mit ROC-Analysen korreliert worden (p dPET_vol_th_40, p=0.02; AUC=0.86). Die Kombinationen aus PET-Volumen, SUVmax bzw. SUVmean und dem zeitlichen Verlauf sind diesen überlegen (dPET_vol_th_auto_SUVmax, p=0.007; AUC=0.92 > dPET_vol_th40_SUVmax, p=0.009; AUC=0.91 > dPET_vol_autoSUVmean, p=0.01; AUC 0.89=dPET_vol_th40_SUVmean, p=0.01; AUC 0.88). Keine signifikante Trennung von R und NR war durch die Analyse der CIM-Volumina im zeitlichen Verlauf möglich (p=0.30, AUC 0.74). Schlussfolgerung: Die metabolische PET-Volumetrie sowie die Volumenprodukte erlauben eine akkurate Differenzierung von Repondern und Non-Respondern beim pädiatrischen HL. Korrespondierender Autor: Furth C Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg A.ö.R., Kinderradiologie, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg E-Mail: christian.furth@med.ovgu.de