Franz Baeriswyl

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Franz Baeriswyl

Universität Freiburg (Schweiz)

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1 January 2007 in Zeitschrift für Pädagogische Psychologie
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UTUlrich Trautwein
Ulrich Trautwein
FBFranz Baeriswyl
Franz Baeriswyl
Zusammenfassung: Dem Übertritt von der Grundschule in die verschiedenen Schulformen der Sekundarstufe I kommt in differenzierten Schulsystemen eine zentrale Bedeutung für die weitere Schulkarriere zu. Der vorliegende Beitrag untersucht, ob die Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte sowie die tatsächlich zu beobachtenden Übertrittsentscheidungen in einem systematischen Zusammenhang mit der mittleren Leistungsstärke einer Klasse stehen. Angelehnt an pädagogisch-psychologische Modelle zu Referenzgruppeneffekten wurde erwartet, dass bei Kontrolle des individuellen Leistungsstands die Übertrittsempfehlungen und -entscheidungen in leistungsstarken Klassen weniger positiv ausfallen würden als in weniger leistungsstarken Klassen. Die Hypothese wurde in einer Erhebung mit 741 Schülerinnen und Schülern aus praktisch allen deutschsprachigen Klassen des Kantons Freiburg (Schweiz) geprüft. Die Schülerinnen und Schüler nahmen am Ende ihrer Grundschulzeit an einem standardisierten Leistungstest teil; zudem bewerteten die Lehrkräfte den Lernstand, die schulische Motivation und die kognitive Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Erwartungsgemäß fand sich in Mehrebenenanalysen - bei Kontrolle des individuellen Leistungsniveaus - ein negativer Regressionskoeffizient des mittleren Leistungsniveaus der Klasse auf die Beurteilung von Lernstand und kognitiver Leistungsfähigkeit sowie auf die Übertrittsempfehlung der Lehrkräfte und den tatsächlich erfolgten Übertritt. Es werden Möglichkeiten erörtert, wie diesem pädagogisch unerwünschten Referenzgruppeneffekt begegnet werden kann.

1 January 2011 in Zeitschrift für Pädagogische Psychologie
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FBFranz Baeriswyl
Franz Baeriswyl
CWChristian Wandeler
Christian Wandeler
UTUlrich Trautwein
Ulrich Trautwein
Zusammenfassung. Empirische Studien der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass die Schulformempfehlungen, die die Schüler am Ende der Grundschule erhalten, nicht nur von ihrer Leistungsfähigkeit bestimmt werden. Bei Kontrolle der Schulleistung der Schüler finden sich vielmehr auch Einflüsse der sozialen Herkunft der Schüler sowie der Leistungsstärke der Klassenkameraden. Dagegen ist bislang wenig darüber bekannt, in welchem Ausmaß zusätzliche Unterschiede im Sinne von Härte-/Mildeeffekten zwischen einzelnen Lehrkräften sowie Grundschulen auftreten. In der vorliegenden Studie mit Daten aus 16 Schuljahren von 209 Lehrkräften aus 30 Primarschulen im Kanton Freiburg (Schweiz), die in 631 Klassen bei insgesamt 10654 Schülern eine Übertrittsempfehlung aussprachen, wird dieser Frage nachgegangen. In Mehrebenenanalysen fanden sich Belege für Referenzgruppeneffekte (bei gleicher individueller Leistung fiel die Übertrittsempfehlung in leistungsstarken Klassen niedriger aus), aber auch für Unterschiede in substantieller Größe zwischen einzelnen Schulen und Lehrkräften.

1 January 2012
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FBFranz Baeriswyl
Franz Baeriswyl

6 August 2015
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YSYves Schafer
Yves Schafer
FBFranz Baeriswyl
Franz Baeriswyl
Rund ein Drittel aller Berufslehrabschlüsse in der Schweiz entfallen auf die Berufslehre Kauffrau/Kaufmann. Studien belegen die Wichtigkeit des Ausbildungserfolgs für die unmittelbare berufliche Anschlusslösung und kumulativ für die weitere berufliche Laufb ahn. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Faktoren den Ausbildungserfolg in der dualen kaufmännischen Berufslehre, gemessen an der Abschlussnote, erklären. Mit den Daten von 320 Deutschschweizer kaufmännischen Berufslernenden werden, unter Berücksichtigung der Mehrebenenstruktur, Berechnungsmodelle entwickelt, welche eine Vielzahl von Faktoren auf der Mikro- und Mesoebene der Berufsausbildung auf ihre Vorhersagekraft des Ausbildungserfolgs prüfen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem individuelle Faktoren der Lernenden, wie zum Beispiel Persönlichkeitsdimensionen, die Abschlussnoten erklären. Teils werden auch unterschiedliche Prädiktoren für die berufsfachschulische und die ausbildungsbetriebliche Berufslehrabschlussnote gefunden. So ist der Schulabschluss auf der Sekundarschule I für die berufsfachschulische, nicht aber für die ausbildungsbetriebliche Abschlussnote prädiktiv. Zudem werden unter gegenseitiger Kontrolle neben Faktoren der Person auch Faktoren der Berufsfachschule (Klassenzugehörigkeit) und des Ausbildungsbetriebs (z.B. Anzahl kaufmännische Lernende im Ausbildungsbetrieb) als prädiktiv für die Abschlussnoten festgestellt. In Switzerland, a third of all vocational education and training (VET) graduations occurs with in the comercial professions. Studies show the importance of the success in VET for the succeeding entrance into the professional careers and the professional career as a whole. This study investigates, what factors predict the success in dual comercial VET, measured by the final grades. With data of 320 Swissgerman trainees of the dual comercial VET multilevel analysis are used to test a large number of potential success factors on the micro- and meso-level of VET to predict the final grades. The results show, that particularly individual factors of trainees, for example personality, predict the final grades. Partly there are different factors found to predict the final school and the final company grade. So is school graduation on secondary level I predictive for final school, but not for final company grade. Moreover there are, under control for each factor beside the factors of the person, also factors of the school (class affiliation) and the company (e.g. number of trainees in comercial VET in company) found, to predict the success in dual commercial VET. La formation en commerce constitue environ un tier de tous les diplômes en formation professionnelle duale en suisse. Il y a des études qui mettent en évidence l’importance d’une formation réussie pour la poursuite professionnelle immédiate et, cumulativement, pour le parcours professionnel suivant. Le présent travail aborde la question des facteurs qui expliquent la réussite d’une formation professionnelle duale en commerce, en terme de notes finales. À partir des données de 320 apprentis qui suivent une formation commerciale en Suisse alémanique et en tenant compte de la structure à plusieurs niveaux, nous développons des modèles de calcul qui testent une multitude de facteurs sur les niveaux micro et méso de la formation professionnelle au regard de la prédiction de la réussite d’une formation professionnelle. Les résultats montrent que ce sont surtout des facteurs individuelles des apprentis, comme par exemple les dimensions de la personnalité, qui expliquent les notes finales. En partie, on trouve aussi des prédicteurs diff érents pour les notes finales en école et en entreprise. Ainsi, le diplôme en fin du secondaire I prédit la note finale de l’enseignement scolaire, mais pas la note finale de l’enseignement en entreprise. De plus, on constate que, outre les facteurs personnelles et contrôlés mutuellement, des facteurs du centre de formation professionnelle (affiliation classe) et des facteurs de l’entreprise formatrice (p. ex. le nombre des apprentis en formation commerciale dans l’entreprise formatrice) sont prédictifs pour la


29 May 2019 in Zeitschrift für Erziehungswissenschaft
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NUNele Usslepp
Nele Usslepp
FBFranz Baeriswyl
Franz Baeriswyl
NHNicolas Hübner
Nicolas Hübner
BNBenjamin Nagengast
Benjamin Nagengast
UTUlrich Trautwein
Ulrich Trautwein
Im Deutschfreiburger Bildungssystem (Schweiz) basiert die Zuweisung nach der Grundschule (fast) ausschließlich auf einem standardisierten Leistungstest und einer Lehrerempfehlung. Hier getroffene Entscheidungen können an der nächsten Übertrittsschwelle korrigiert werden. Der vorliegende Beitrag untersuchte, inwieweit sowohl das Nachholen der Hochschulreife („Aufwärtskorrektur“) als auch das vorzeitige Verlassen des Weges zur Hochschulreife („Abwärtskorrektur“) zwar „Korrekturen zugewiesener Bildungswege“ darstellen, aber gleichzeitig Resultat langgehegter Aspirationen sind. Zusätzlich wurde die Bedeutung von Aspirationen für die Zuweisung nach der Grundschule und den Schulerfolg (Noten in Klasse 9) untersucht. Die Datenbasis bildete die Vollerhebung zweier Übertrittsjahrgänge (N = 1219) an deutschsprachigen Schulen im Kanton Freiburg. Die Ergebnisse der (logistischen) Regressionsmodelle zeigten, dass die Aspirationen von Eltern und Kindern (gemessen in der Grundschule) die Korrekturen am Ende der Sekundarstufe I und den Schulerfolg in der 9. Klasse vorhersagten. Der Übergang nach der Sekundarstufe I stellt zwar die „Korrektur von zugewiesenen Bildungswegen“ dar, aber ist gleichzeitig das Resultat langgehegter Aspirationen. In the Deutschfreiburg (Swiss) educational system, the paths that students follow after primary school are (almost) exclusively based on standardized performance tests and teacher recommendations. However, decisions made at this point can be corrected at the next transition. Thus, in the present study, we analyzed whether changing from intermediate track to higher education (“upward correction”) and dropping out of higher education (“downward correction”) are “corrections of allocated educational paths” but reflect long-standing aspirations. In addition, we investigated the influence of aspirations on the path allocated after primary school as well as on educational success (grades earned in the 9th grade). Data from all German-speaking schools in the Canton of Freiburg (N = 1219 students in two cohorts) were used. The results of (logistic) regression models showed that parents’ and children’s aspirations (measured in primary school) predicted both corrections and grades. Thus, the transition after lower secondary school represents “corrections of allocated educational paths” but are also the result of long-standing aspirations.