Im vorliegenden vierten Heft der Zeitschrift „Gesellschaft. Individuum. Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung“ wird die sozialisatorische Bedeutung von verschiedenen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick genommen. Anhand aktueller Untersuchungen werden die fachliche Ausgestaltung von Sozialisationskontexten und -prozessen sowie damit verbundene Herausforderungen und Schwierigkeiten aufgezeigt. Neben der Perspektive der Fachkräfte liegt dabei ein Schwerpunkt auf den Erfahrungen und Sichtweisen der Adressat:innen.
4 November 2024 in Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung
Kindesschutzarbeit konzentriert sich, so zeigt es die Empirie, weltweit vorrangig auf Mütter, während Väter oft vernachlässigt werden. Doch inwieweit sind Väter Teil von „Kindesschutzfamilien“ und ihren Problemen? Und wie werden sie von Fachkräften adressiert und in Unterstützungsmassnahmen einbezogen? Im vorliegenden Beitrag werden diese Fragen anhand von empirischem Material aus einer abgeschlossenen ethnographischen Untersuchung zur Sozialpädagogischen Familienbegleitung in der Schweiz beantwortet. Die analysierten Fälle illustrieren eine doppelte Unverbindlichkeit der Väter gegenüber der Familie und dem sozialpädagogischen Angebot und verweisen auf das spannungsreiche Nebeneinander von Privilegierung und Benachteiligung von Vätern in der Sozialpädagogischen Familienbegleitung. Im Beitrag wird argumentiert, dass durch eine vorschnelle fachliche Verantwortungsentlastung der Väter familiale Konflikte reproduziert werden können und Bildungspotenziale und Autonomiemöglichkeiten ungenutzt bleiben.
20 May 2022 in Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung
The contributions present in the thematic issue Generational Relations – Life Paths and Experiences of Socialisation deal with the interplay between generational relations on the one hand and life paths and socialisation experiences on the other. The topic is explored using empirical examples from different political systems and social contexts as well as from different fields of migration. The issue is composed by five articles – two in German and three in English – and one book review, with contributions coming from Switzerland, Germany, Portugal and Brazil.